Skulpturenweg
 



In unmittelbarer Nähe des Freizeitparks Birkenfeld warten auf dem 2,5 km langen Skulpturenweg 33 geheimnisvolle, zu Holz erstarrte Skulpturen darauf, von den Besuchern entdeckt zu werden. Die eigenwilligen Geschöpfe des Skulpturenweges wissen viel zu erzählen über Natur, Geschichte, Menschen und Mythen ihrer Heimat inmitten des Wasgau und weit darüber hinaus.

In einer Broschüre werden die Skulpturen lebendig und erzählen interessante Geschichten.

Die Broschüre ist in allen Lokalen und Geschäften gegen eine Schutzgebühr von 2,- € erhältlich.

 
Auszug aus der Broschüre:    
Ritter vom Lindelskopf

Seid gegrüsst! Man nennt mich Ritter vom Lindelskopf. Ja, einst sollte ein stolze Burg den Gipfel dieses Berges krönen. Sein Gebäude aus Holz ward errichtet und meine Mannen mühten sich um einen Brunnen. Doch es war uns nicht vergönnt, die Feste mit Wasser zu versorgen. So zogen wir wieder davon.
Vieles könnte ich erzählen von Ritterehre, von unseren Tugenden und Pflichten: von Zucht und Maßhalten, Frauendienst und Treue zum Lehnsherrn, Schutz von Witwen, Waisen und Bedrängten, christlichem Lebenswandel und Waffentüchtigkeit. Und manches weiß ich vom Aufstieg und Fall meines edlen Standes, von unserem Ursprung im germanischen Gefolge, von der Blüte des christlichen Rittertums zur Zeit der Kreuzzüge und schließlich von unserem Bedeutungsverlust ab der Epoche, die ihr Spätmittelalter nennt. Neue Waffen und Gefechtstaktiken führten zu unserem sozialen Niedergang und wirtschaftlicher Not, weshalb manche von uns zu Raubrittern wurden.
Stets war unser Schicksal mit der Militärgeschichte verbunden. Drum wundert euch nicht, dass es hier, an der Grenze zum Frankenreich inmitten Europas, so viele Burgen gibt. Denn blutige Schlachten wurden geschlagen in diesem Land, noch bis in eure Zeit. Zurück blieben Ruinen von Burgen und Bunkern.